Berichte

SET-FREE e.V.

Tätigkeitsberichts des Vorstands für das Geschäftsjahr 2017

Steuernummer FA Amberg 201/110/70092

(zugleich Anlage 1 zum Protokoll der Jahreshauptversammlung am 10.03.18)

Dresden, 31. Januar 2018


Hiermit legt der Vorstand des SET-FREE e.V. seinen Tätigkeitsbericht für das Geschäftsjahr 2017 vor. Er dient der Information der Mitglieder und bildet die Grundlage für die Entlastung des Vorstands bei der Jahreshauptversammlung am 10.03.2018

Der Teil A. “Rechenschaftsbericht des Vorstands” sowie die Anlagen  C1 und C2 werden nach der Versammlung dem Finanzamt Amberg Abt. Körperschaften vorgelegt und in zusammengefasster Form auf der Website des Vereins im Internet veröffentlicht.

Der Tätigkeitsbericht besteht aus den drei Teilen:

  • A. Rechenschaftsbericht des Vorstands
  • B. Finanzbericht der Kassenführung
  • C1. Einnahmen-Überschuss-Rechnung 2017
  • C2. Vermögensübersicht mit Nachweis über die Bildung und Entwicklung von Rücklagen
  • C3. Bericht der Kassenprüfer

Dresden, 31. Januar 2018
erster Vorsitzender
(Pedro M.J. Holzhey)

Vereinsanschrift: Vorstand: Bankverbindung / Spendenkonto:
SET-FREE e.V.
Winterzhofen 11
92334 Berching
Tel: 08462/942032
Dresden: 0351/31209488
Pedro M.J. Holzhey (erster Vorsitzender)
Cornelia Schöllkopf (stv. Vorsitzende)
Christiane Weiblen-Graffius (stv.Vorsitzende)
Gideon Weiblen (Beisitzer)
gemeinnützig, Finanzamt Amberg StNr.: 201/110/70092
eingetragen beim Amtsgericht Nürnberg VR 201954
SET-FREE e.V.
Konto 9809100  BLZ 70020500
Bank für Sozialwirtschaft AG
IBAN: DE19 7002 0500 0009 8091 00
BIC/SWIFT-Code: BFSWDE33MUE
Gläubiger-ID:
DE21ZZZ00000020155

A. Rechenschaftsbericht des Vorstands

1. Mitgliederentwicklung

Zur Betonung von Freiwilligkeit, Gleichbehandlung und Idealismus verzichtet der Verein weiterhin auf Mitgliedsbeiträge und Aufnahmegebühren. Nicht die Mitgliederzahl soll als Zeichen für die Erfüllung des Vereinszwecks dienen, sondern das tatsächliche Engagement der Mitglieder.

In Anbetracht der weiterhin knappen Haushaltsmittel sollte der Verzicht auf Beiträge jedoch jedes Jahr neu überdacht werden.

Am 05.10.17 ist ein Ehepaar als Mitglied ausgeschieden. Derzeit hat der Verein 14 ordentliche Mitglieder.

2. Maßnahmen zur Erfüllung des Vereinszweckes:

  • Es fanden zwei gesonderte Vorstandssitzungen statt und mehrere Treffen der Vorstandsmitglieder im Zusammenhang mit anderen Veranstaltungen sowie Mail-und Schriftwechsel zur Beschlussfassung.
  • Es fanden zwei Mitgliederversammlungen (in Freystadt und München) statt.
  • Neben der Weiterführung des Gefängnisprojektes in der JVA Straubing (s.u.) waren weitere Betätigungsfelder die Öffentlichkeitsarbeit und diverse Berichterstattungen, u. a. auch im Rahmen von drei Mitglieder-Infos, eines “SET-FREE-Freundesbriefs” und von zwei Spendenaufrufen. Es wurden auch mehrere deutsche Gefangenenzeitungen mit Anregungen zu entsprechenden Berichterstattungen über aktuelle Themen angeschrieben. Weitere Informationsveranstaltungen fanden in Dresden, Berlin und Leipzig statt.
  • Im Rahmen des Fundraisings wurden weitere Möglichkeiten ausgelotet, wobei die Kontakte mit einer Ordensgemeinschaft aus Bayern und mit dem Tabor e.V. hervorzuheben sind, die dazu geführt haben, dass die Vereinsarbeit insbesondere im Hinblick auf den Aspekt “Selbsthilfe” für ein weiteres Jahr finanziell unterstützt wurde.
  • Der eindeutige Schwerpunkt der Vereinsarbeit lag aber auf der Erweiterung des Tätigkeitsfeldes in den Osten Deutschlands, vor allem nach Sachsen. So konnte im Mai die erste Vereins-Niederlassung in Sachsen gegründet werden, wo mittlerweile die Unterstützung von Gruppenarbeit in zwei Gefängnissen durch eine Mitarbeiterin angelaufen ist sowie die Übernahme von Aufgaben im Übergangsmanagement und der Nachsorge für Gefangene aus Sachsen, aber auch in anderen Regionen Deutschlands.
  • Auch die Aus- und Weiterbildung unserer Ehrenamtlichen sowie die Werbung neuer Mitarbeiter(innen) kennzeichnete das Geschäftsjahr.
  • Insbesondere die Netzwerkarbeit mit Initiativen aus der Region, mit den Kirchen und anderen Verantwortungsträgern im Hinblick auf Gefängnisarbeit nimmt zu. Ziel ist weiterhin die möglichst weitgehende Verwirklichung der Ziele von SET-FREE in Gefängnissen sowie die Bekanntmachung und Implementierung der APAC-Methode – insbesondere auch durch Einrichtung von APAC-Abteilungen in Gefängnissen und APAC-Einrichtungen außerhalb der Mauern, sog. Reintegrationszentren.
  • Unverändert zielen die Bemühungen des Vorstands auch darauf ab, dass konzeptionell die Anpassung des APAC-Programms auf deutsche Verhältnisse aufgezeigt und möglichst auch sukzessive erprobt werden kann.
  • Seit dem Engagiertentreffen im Herbst 2017 finden nach und nach Ehrenamtliche und Haftentlassene regional zusammen (beginnend im Raum Augsburg), die regional bei der Wiedereingliederung weiterer Haftentlassener unterstützen, insbesondere von solchen Haftentlassenen, die in einem SET-FREE-Gefängnisprojekt sind/waren (sowie ggf. auch deren Bezugspersonen). Dadurch sollen sie individueller bei der Reintegration begleiten und beraten werden. Es ist geplant, dass sich hier immer mehr Ehemalige einbringen, die sich nach der Haft verantwortlich wieder für ihre „Nachfolger“ engagieren und somit als Resozialisierungshelfer ein Stück weit ihre eigene „Kompetenz der Betroffenen“ nutzen können.
  • Hinzu kamen weitere Einzelbegleitungen sowie die Vermittlung bzw. Übernahme mehrerer neuer Briefkontakte.
  • Das vom Verein in der JVA Straubing verantwortete Projekt hat sich 2017 wie folgt entwickelt:

Die Leitung des Projekts hatte weiterhin Conny Schöllkopf. In 2017 wurde ein ENDLICH-LEBEN-Kurs durchgeführt und es begann eine Kursreihe mit Ausschnitten aus ausgesuchten Predigttexten. Hierbei und in den Kleingruppen wurde Wert darauf gelegt, dass die Inputs von Gefangenen eingebracht und die Kleingruppen von Gefangenen geleitet wurden. Dabei wurden diese von unseren Ehrenamtlichen unterstützt sowie in der Intensivgruppe (IG) auf diese Aufgabe vorbereitet.

An den Gruppen nehmen ca. 25 Gefangene teil und jeweils fünf ehrenamtliche Mitarbeiter.

Alle 14 Tage fand ein gemeinsames Treffen mit den Teilnehmern aus allen Gruppen statt. In den Zwischenwochen wurden kleine Gruppen auf den Abteilungen von Gefangenen selbstständig durchgeführt, um die Themen zu vertiefen.

Einmal im Monat fand eine IG mit den Leitern der Kleingruppen statt, in der die Themen gemeinsam erarbeitet wurden und über organisatorische Dinge sowie die Kleingruppen gesprochen wurde. Die Teilnehmer werden dort in Leiterschaft ausgebildet und die Inhalte des christlichen Glaubens werden vertieft. Schwerpunkt der Arbeit war auch immer wieder das Thema “Werte” im Umgang miteinander, die Solidarität untereinander und die Übernahme von Verantwortung für andere.

Ab und zu waren in der IG auch ehemalige Gefangene zu Besuch. Sie berichteten von ihrem Leben “draußen” und was ihnen geholfen hat oder was schwierig war.

Besonderer Wert wurde weiterhin darauf gelegt, dass jeder Gruppenteilnehmer, der dies möchte und braucht, zusätzlich auch von geeigneten Ehrenamtlichen regelmäßig besucht und damit auch auf die Wiedereingliederung vorbereitet wird.

Besonders zu erwähnen ist, dass auch vonseiten der JVA-Bediensteten immer wieder geäußert wird, wie positiv sich die Gruppenteilnehmer entwickeln und dass die Arbeit von SET-FREE sich positiv auf die Stimmung unter vielen Inhaftierten auswirkt.

  • Im Jahr 2018 ist als neue Aufgabe die Kooperation mit dem Sender „Radio Horeb“ hinzugekommen. Bei dessen Projekt „Kostenlose Horeb-Radiogeräte für Inhaftierte“ übernimmt der Verein die Anbahnung der Kontakte in Einrichtungen des Vollzugs und die Auslieferung von Radiogeräten (mit der blauen Horeb-Taste für christliches Radio). Hierzu wurden vielfältige Kontakte geknüpft zu bisher insgesamt 39 Vollzugseinrichtungen in 9 Bundesländern und es konnten bereits knapp 200 Radiogeräte an Inhaftierte weitergegeben werden, die sich entweder besonders mit ihrem Leben auseinandersetzen oder die weitgehend mittellos sind und sich kein Radio- oder Fernsehgerät leisten können.

Im Einzelnen haben Vorstands- und Vereinsmitgliedern teilgenommen bzw. mitgewirkt an:

07.01.17

Treffen des Strategieteams in Berching mit OPTIGEM-Schulung

14.01.17

Zweites Engagierten-Treffen für Ehrenamtliche und Ehemalige in Nürnberg, u.a. zur Umsetzung der Idee für ein „SET-FREE-Begleitteam“ zunächst für die bayer. Gefängnisse SR, A, M und Nbg./Erlangen – Erweiterung in den Osten angedacht

21.01.17

Treffen des Leitungsteams mit einer psychol. Gutachterin in München wg. weiterer Zusammenarbeit

08.02.17

In Neumarkt Einladung an die erste Vorsitzende durch den Sankt-Anna-Kreis mit Spendenübergabe

09.02.17

Informationsgespräch der ersten Vorsitzenden und des GeschFhr in Neumarkt mit Diplomandin zum Thema Übergangsmanagement

11.02.17

Treffen des Strategieteams in Besigheim

16.02.17

OPTIGEM-Software-Training für GeschFhr und Sekretariat in Berching

22.02.17

Vortrag P+ED über SF vor einem Spenderkreis im KrHs Neumarkt

27.02.17

“Knast- und Szenefunk”-Sendung auf radio horeb des GeschFhr zum Thema: “Reintegration nach der Haft”

04.03.17

Kassenprüfung in Freystadt und Jahreshauptversammlung 2017 mit Vorstandsneuwahl

12.03.17

Arbeitstreffen der Visionsträger (“PAC-Treffen”) in München

23.03.17

Statistik-MA-Schulung in SR sowie Gespräch GeschFhr mit Anstaltsseelsorge JVA SR wg. Horeb-Radioprojekt

24.03.17

Treffen der beiden Vorsitzenden mit dem Verein “Die Stadtreformer” wg. Kooperation in Nürnberg

26.03.17

Kontaktreise der beiden Vorsitzenden zu MA und Großspendern nach Buch am Wald und Heilsbronn

27.03.17

“Knast- und Szenefunk”-Sendung auf radio horeb des stv. Vorsitzenden zum Thema: “Horeb-Radioprojekt für Gefängnisse”

01.04.17

Vorstandssitzung und Treffen des Strategieteams in Berching

07.04.17

SF schafft einen Vollzeit-Arbeitsplatz für einen langzeitarbeitslosen Haftentlassenen

09.04.17

“Standpunktsendung” der ersten Vorsitzenden und des Geschäftsführers auf radio horeb zum Thema “Der Tiefpunkt meines Lebens war mein Wendepunkt”

22.04.17

Vorstandssitzung und Strategietreffen in Besigheim

24.04.17

“Knast- und Szenefunk”-Sendung auf radio horeb des stv. Vorsitzenden zum Thema: “Projekt Horeb-Radios in Gefängnisse” mit der Anstaltsseelsorgerin JVA München

02.05.17

Auslieferung von Horeb-Radiogeräten an die JVAen in Landshut und Straubing

20.05.17

Drittes Engagiertentreffen in Neumarkt mit Einsetzung neuer Mitarbeiter

21.05.17

Informationsveranstaltung zum Thema “Gefangene begleiten” der ersten und des stv. Vorsitzenden beim Familienkreisabend St. Georg in Lützelburg

27.05.17

Außerordentliche Mitgliederversammlung mit Vorstandsneuwahl in München

27.05.17

Treffen des Strategieteams in München

10.06.17

Treffen des Strategieteams in Berching

26.06.17

Arbeitsbeginn in der neuen Niederlassung Sachsen (Dresden)

26.06.17

“Knast- und Szenefunk”-Sendung auf radio horeb mit einem Ehemaligen (S.Z.) des SR-Gefängnisprojekts zum Thema: “Gründe für Straffälligkeit und der Weg in die Wiedereingliederung”

06.07.17

Abschlussveranstaltung mit Rückmeldung für den EL-Kurs im Gefängnisprojekt in der JVA Straubing

20.07.17

Veranstaltung mit Ausblick auf das Folgejahr für das Gefängnisprojekt in der JVA Straubing

21.07.17

Vermittlung eines Briefkontakts (A.S.) für einen Gef. in DD (St.S.)

22.07.17

Treffen des Strategieteams in Dresden

18.08.17

Treffen von MA und Haftentlassenen im Gebetshaus in Augsburg

02.09.17

MA-Jahresplanungstreffen für das Gefängnisprojekt Straubing in Hemau

02.09.17

Treffen des Strategieteams in Berching

05.09.17

Teilnahme 1. Vors. an einer Ehrenamtlichenschulung in der Diözese Dresden/Meißen

06.08.17

Treffen des Strategieteams in Dresden, Thema: APAC-Europe

08.09.17

Registrierung des Vereins bei „Stifter-helfen.de“ sowie Spendenkonten-Freischaltung bei Amazon und Gooding

17.09.17

Strategiegespräch 1. Vors. mit Großspender (H.M.) in Heilsbronn

17.09.17

Mitwirkung 1. Vors. an einer Veranstaltung der „Gemeinde am Glemseck“ bei Leonberg und dem Seehaus e.V.

02.10.17

Strategiegespräch 1. Vors. mit Radio Horeb in München

03.10.17

Strategiegespräch 1. Vors. mit Großspender (H.M.) in Heilsbronn

10.10.17

Treffen einer SF-Delegation mit dem Berliner Vollzugsbeirat (BVB) und dem Forum Straffälligenhilfe e.V. in Berlin

12.10.17

Versand des 18. SF-Freundesbriefs (Sept. 2017) an 896 Mail- und Postempfänger/Abonnenten

19.10.17

Übertragung der Statistik-Verantwortung für die Gruppenarbeit in Gefängnissen an C in Straubing

21./22.10.17

Teilnahme der stv. Vorsitzenden C an der Stadtreformer-Konferenz in Stuttgart

24.10.17

Vortrag des ersten Vorsitzenden beim Tabor e.V. und dem Bildungskreis der Kath. Landjugendbewegung München und Freising in Moosach zum Themenkreis „Freiheit – Welchen Sinn hat Strafe?“

13.11.17

Teilnahme von Vorstandsmitgliedern am ersten Kleinert-Netzwerktreffen in Radebeul zum Thema „Optionen der Mitgestaltung von Resozialisierung und deren Verbesserung“

18.11.17

Viertes Engagiertentreffen in Augsburg mit Lebensberichten Ehemaliger

22.11.17

Aufnahmen bei RTL zu Beitrag über SF+P in München (gesendet 06.+07.12.17)

27.-29.11.17

Reise von 1. Vors. und Fachbeirätin nach Lissabon zu APAC-Portugal zu ersten Kooperationsgesprächen

10.12.17

Versand von 604 Spendenaufrufen

13.12.17

Teilnahme 1. Vors. am Studientag für Gemeindereferenten in St. Martin – Dresden

20.12.17

Beginn postal. Begleitung einer Inhaftierten in Nürnberg

25.12.17

Teilnahme von 3 Mitgliedern des Leitungsteams an der Knast- und Szenefunk-Sendung von Radio Horeb zu Weihnachten

27.12.17

Treffen des Strategieteams in Besigheim, Thema: APAC-Europe und APAC-Brasilien

29.12.17

Nachsorge-Termin 1. Vors. in München mit Haftentlassenem M.N., Beginn d. tel. Begleitung

3. Ausblick auf das Geschäftsjahr 2018

  • SET-FREE strebt an, die Gebetsinitiativen auszuweiten und Menschen verstärkt zum Gebet für einen veränderten Umgang mit Straffälligkeit zu gewinnen.
  • Nach der Eröffnung der Niederlassung Sachsen in Dresden ist eine Ausweitung der Aktivitäten des Vereins in Sachsen und den angrenzenden Bundesländern geplant, insbesondere in den Bereichen Gruppenarbeit, Übergangsmanagement und Nachsorge.
  • Das Jahr 2018 soll genutzt werden, um abschließend zu klären, ob und in welcher Weise der Verein die Verbreitung und Umsetzung der APAC-Methode unterstützt. Hierzu wird insbesondere der Kontakt mit Justiz, Kirche und Initiativen der Straffälligenhilfe intensiviert.
  • Vom 01.02.-01.05.18 wird der Geschäftsführer nach Brasilien zu FBAC entsandt, um dort mitzuarbeiten. Dieser Einsatz soll klären, ob sich der Verein bei Aufbau und Ausgestaltung der internationalen Ausbildungsstätte für die APAC Methode konzeptionell und unterstützend mit einbringt oder auf andere Weise inter-/national die Verbreitung und Weiterentwicklung der APAC-Methode bewirken kann.
  • Zur weiteren Freisetzung von Schlüsselpersonal wird angestrebt, zusätzliche Mitarbeiter(innen) für Teile der Aufgaben der Geschäftsführung sowie der Projektarbeit Horeb und andere Aufgaben (Fundraising, Übergangsmanagement, Selbsthilfe etc.) zu gewinnen.
  • Der Themenbereich Fundraising bleibt eine dauerhafte Herausforderung und wir versuchen derzeit, einen Mitarbeiter zu gewinnen, der sich dieser Aufgabe annimmt. Zur Erfüllung der Aufgaben des Vereins müssen unbedingt weitere Finanzen eingeworben werden, insbesondere auch für die Aufgaben des Vereins in Bayern und im Hinblick auf ein eventuelles APAC-Projekt.
  • Für den Vereinsauftrag im Rahmen des Projekts „Kostenlose Horeb-Radiogeräte für Inhaftierte“ sollen mehr als 20 weitere Gefängnisse gewonnen werden und die Zahl der vermittelten Radiogeräte soll auf über 400 anwachsen.

B. Finanzbericht der Kassenführung

Die vom Finanzamt vorgeschriebene “Einnahmen-Überschuss-Rechnung 2017”, die “Vermögensübersicht mit Nachweis über die Bildung und Entwicklung von Rücklagen” sowie der Bericht der Kassenprüfer sind diesem Tätigkeitsbericht als

Anlage C1‑C3 beigefügt.

In der Auswertung stellt sich die Finanzsituation des Vereins wie folgt dar:

  • Zum Ende des siebten Geschäftsjahres am 31.12.17 wiesen die Vereinskonten insgesamt ein Guthaben von 30.862,71 € aus. Dabei standen den Einnahmen in Höhe von 81.287,80 € Ausgaben in Höhe von 67.768,40 € zur Erfüllung des Vereinszwecks gegenüber.
  • Die Summe der regelmäßig eingehenden Zuwendungen (Daueraufträge und Lastschrifteinzüge) betrug zum Ende des Geschäftsjahrs 2017 monatlich 3.790 €. Dies stellt einen Anteil an den monatlichen Spenden (Buchungskonto 8010) in Höhe von durchschnittlich 72,4 % dar
  • Großspenden (d. h. Zuwendungen, die über 1.000 € hinausgehen) gingen in Höhe von 35.400 € ein.
  • Der Verein hatte zum 31.12.17 drei angestellte Mitarbeiter(innen) unter Vertrag und zwar
  • zwei geringfügig Beschäftigte (Minijob) als
  • Sekretärin der Leitung und der Geschäftsführung,
  • Assistentin der Leitung und der Geschäftsführung,
  • ein Beschäftigter in Vollzeit als Geschäftsführer
  • Darüber hinaus erhält eine ehrenamtliche Mitarbeiterin eine regelmäßige Ehrenamtspauschale.
  • Zum Teil konnte der Verein auch die Aufwendungen der Vorstandsmitglieder erstatten
  • Der Verein kann derzeit auf 39 ehrenamtliche Mitarbeiter(innen) zählen, die sich entweder regelmäßig (vor allem im Gefängnisprojekt Straubing) oder sporadisch (z.B. bei Begegnungs- oder Benefizveranstaltungen) einsetzen.

Anlage C2

Vermögensübersicht mit Nachweis über die Bildung und Entwicklung von Rücklagen

Zum Ende des siebten Vereins-Geschäftsjahres am 31.12.2017 verfügte der Verein über:

  1. ein Guthaben auf dem Vereins- und Spendenkonto bei der Bank für Sozialwirtschaft AG in München (IBAN DE19 7002 0500 0009 8091 00) in Höhe von 18.193,42 € und
  2. ein Guthaben (einschließlich Rücklagen) auf dem Tagesgeld- und Referenzkonto bei der Volksbank Plochingen eG (IBAN DE64 6119 1310 0800 9050 04 und DE52 6119 1310 0811 9056 08) in Höhe von 12.669,29 €,
  3. keine weiteren Vermögenswerte,
  4. folgenden Bestand an Anschaffungen:
Kaufdatum Anzahl Wirtschaftsgut Zeitwert / Restwert zum 31.12.2017
20.07.16 1 Terra-Ultrabook 1451 (Neuwert: 859,- €) 547,97 €
20.07.16 1 Terra-Laptop 1749S (Neuwert: 859,- €) 547,97 €
Zeitwert/Restwert gesamt am 31.12.17: 1.095,94 €
  1. keine Schulden bzw. Zahlungsrückstände.

Rücklagen:

Die Entwicklung der “freien 10%-Rücklage” stellt sich wie folgt dar:

aus dem Geschäftsjahr Summe der Spenden davon 10% der Rücklage zugeführt am Datum und Grund der Entnah-me entnom-mene Summe Stichtag aktueller Stand der Rückla-gen
2014 30.740,27 € 3.074,03 € 01.01.2015 01.01.2015 3.074,03 €
2015 34.755,08 € 3.475,51 € 01.01.2016 01.01.2016 6.549,54 €
2016 46.692,96 € 4.669,30 € 01.01.2017 01.01.2017 11.218,84 €
2017 63.880,21 € 6.388,02 € 01.01.2018 01.01.2018 17.606,86 €

Einer besonderen Beschlussfassung zur Entnahme bedurfte es nicht, weil die über die Rücklage hinausgehenden Mittel für das laufende Geschäft ausreichend waren.

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